ECE GRUPPE BAU
Schadstoffsanierung

Schadstoffsanierung BerlinAsbest, KMF, PAK und HBCD — Sanierung innen und außen aus einer Hand

Vier Stoffgruppen, ein Nachweisverfahren: Wir sanieren Gebäudeschadstoffe in Berlin — von der Probenahme bis zum Entsorgungsnachweis, im Gebäude und an der Außenhülle.

Vor Arbeitsbeginn
Behördliche Anzeige & Arbeitsplan
Während des Abtrags
Abschottung & Unterdruckhaltung
Nach dem Abtrag
Freimessung durch Messinstitut
Nach Abschluss
Entsorgungsnachweis je Charge
Überblick

Vier Stoffgruppen,
ein Verfahren.

Schadstoffsanierung heißt bei uns: Asbest, KMF, PAK und HBCD — im Gebäude und an der Außenhülle. Die Schutzkonzepte unterscheiden sich je Stoff, das Nachweisverfahren nicht: Probenahme, geplanter Abtrag, dokumentierte Entsorgung.

Seit 2019 haben wir in Berlin über 125.000 m² zurückgebaut — vom Charité-Campus bis zum bewohnten Wohnhaus. Sanierung innen und außen, mit eigenen Kräften statt Leiharbeit.

Stoffgruppen

Was wir sanieren

Asbest

TRGS 519

Dachbahnen, Wellplatten, Floor-Flex, Kleber, Isolierungen und Putze. Mit behördlicher Anzeige, Schwarzbereich und Freimessung durch ein Messinstitut.

  • Sachkunde gültig bis 04/2027
  • Innen- und Außensanierung
  • Freimessung & Entsorgungsnachweis
Regelwerk
TRGS 519
Vorlauf
ab 7 Tage
Detail
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KMF — künstliche Mineralfasern

Alte Mineralwolle aus Dämmungen, abgehängten Decken und Installationsschächten. Staubarm ausgebaut, verpackt und getrennt entsorgt.

  • Dämmstoffe & Einblasdämmung
  • Deckenkonstruktionen
  • Getrennte Entsorgung
Schutz
staubarme Verfahren
Typisch
Baujahre bis 2000

PAK — teerhaltige Stoffe

Teerkleber unter Parkett, alte Abdichtungen und Anstriche. Abtrag mit angepasster Absaugung und Entsorgung als gefährlicher Abfall.

  • Parkettkleber & Estrichaufbauten
  • Abdichtungen
  • Dokumentierte Entsorgung
Nachweis
je Charge

HBCD — belastete Dämmung

Polystyrol-Dämmplatten mit HBCD-Flammschutz aus Fassade und Flachdach. Rückbau, getrennte Erfassung und Entsorgung über zugelassene Anlagen.

  • Fassadendämmung (WDVS)
  • Flachdachdämmung
  • Zugelassene Verwertungswege
Anfall
Fassade & Dach
Ablauf

So läuft eine Schadstoffsanierung

01

Probenahme

Klärung, welche Stoffe verbaut sind — über ein Partnerlabor, falls kein Gutachten vorliegt.

02

Sanierungskonzept

Schutzmaßnahmen, Abschottung und Entsorgungswege je Stoffgruppe.

03

Anzeige

Bei Asbest: behördliche Anzeige mindestens 7 Kalendertage vor Beginn.

04

Abtrag

Ausbau mit dem passenden Schutzkonzept, Verpackung direkt am Entstehungsort.

05

Freigabe

Freimessung bzw. Sichtabnahme, danach Übergabe an die Folgegewerke.

06

Nachweise

Entsorgungsnachweise je Charge — für Bauherr, Behörde und Versicherung.

Nach der Sanierung übernimmt auf Wunsch unsere zweite Sparte die Bau- und Endreinigung — ein Ansprechpartner für beides.

Vorher klären

Erst das Kataster,
dann der Bagger.

Der teuerste Fehler im Rückbau ist ein Schadstofffund nach Baubeginn. Dann steht die Baustelle, der Terminplan kippt, und die Sanierung muss unter Zeitdruck geplant werden — meist zu deutlich schlechteren Konditionen.

Ein Schadstoffkataster vor Ausschreibung oder Baubeginn klärt, welche Stoffe in welchen Mengen verbaut sind. Daraus entsteht eine belastbare Kalkulationsgrundlage — für Sie, für uns und für alle anderen Bieter. Liegt noch keines vor, organisieren wir Probenahme und Analyse über ein Partnerlabor.

Fundorte

Wo die Stoffe typischerweise sitzen

Nach über 125.000 m² Rückbau in Berliner Beständen sind die Fundorte gut vorhersagbar — bewiesen ist es trotzdem erst durch die Analyse.

Innenbereich

Im Gebäude

  • Asbest: Floor-Flex-Platten, Schwarzkleber, Rohrisolierungen, Brandschutzklappen, Spachtelmassen
  • KMF: Dämmung in abgehängten Decken, Installationsschächten und Zwischenwänden
  • PAK: Teerkleber unter Parkett, alte Estrichaufbauten, Kellerabdichtungen
Außenbereich

An der Hülle

  • Asbest: Bitumendachbahnen samt Voranstrich, Wellplatten, Fassadenverkleidungen, Abgasrohre
  • KMF: Dämmung in Flachdachaufbauten und hinterlüfteten Fassaden
  • HBCD: Polystyrol-Dämmplatten in Fassade (WDVS) und Flachdach
Mehrere Stoffe

Wenn im selben Bauteil mehreres steckt

Der Regelfall, nicht die Ausnahme: Unter dem Parkett liegt Teerkleber, darunter ein asbesthaltiger Spachtel. Oder im Flachdach steckt asbesthaltige Bitumenbahn über HBCD-haltiger Dämmung.

Solche Aufbauten lassen sich nicht in einem Zug abtragen, weil jede Stoffgruppe ein anderes Schutzkonzept und einen anderen Entsorgungsweg braucht. Wir legen deshalb vorab die Abtragsreihenfolge fest: zuerst der Stoff mit dem strengsten Schutzniveau, danach schichtweise weiter, jede Fraktion getrennt erfasst und getrennt entsorgt. Das ist aufwendiger als alles in einen Container zu werfen — aber es ist der einzige Weg, der am Ende dokumentierbar ist.

Häufige Fragen

Fragen zu diesem Gewerk

Sicher nur über eine Probenahme mit Laboranalyse. Baujahr und Materialoptik geben Hinweise, ersetzen die Analyse aber nicht. Wenn kein Gutachten vorliegt, organisieren wir Probenahme und Analyse über ein Partnerlabor.

Beides. Innen: Bodenbeläge, Kleber, Isolierungen, Putze, Deckenplatten. Außen: Dachbahnen, Wellplatten, Fassadenelemente und Dämmung. Dieselbe Sachkunde, dasselbe Nachweisverfahren.

Ja, das ist sogar der Regelfall — etwa Asbestkleber und PAK-haltige Abdichtung im selben Boden. Wir planen die Abtragsreihenfolge und die getrennte Entsorgung in einem Konzept.

Bei Asbest das Freimessprotokoll des Messinstituts, für alle Stoffe die Entsorgungsnachweise je Charge. Damit ist die Sanierung gegenüber Bauherr, Behörde und Versicherung vollständig belegt.

Ein Schadstoffkataster dokumentiert vor dem Rückbau, welche Gefahrstoffe in welchen Bauteilen und Mengen vorhanden sind. Für die Ausschreibung ist es die Grundlage, damit alle Bieter dasselbe kalkulieren, und für Sie die Absicherung gegen Nachträge aus dem Nichts. Bei größeren Rückbauvorhaben und öffentlichen Vergaben ist es faktisch Standard.

Nicht jede. Entscheidend ist das Herstellungsjahr: Ältere künstliche Mineralfasern gelten als krebsverdächtig, neuere biolösliche Produkte mit entsprechendem Gütezeichen nicht. Da man das dem Material meist nicht ansieht, gehen wir bei Dämmstoffen aus Beständen vor der Jahrtausendwende vom ungünstigeren Fall aus und arbeiten staubarm mit Absaugung.

HBCD ist ein bromiertes Flammschutzmittel in Polystyrol-Dämmplatten und fällt als langlebiger organischer Schadstoff unter eigene europäische Regeln. Oberhalb eines festgelegten Gehalts darf das Material nicht einfach verwertet, sondern muss über zugelassene Anlagen zerstört werden. Für Sie heißt das: getrennte Erfassung auf der Baustelle und ein eigener Entsorgungsweg mit Nachweis.

Ja, das ist der übliche Ablauf: erst die Schadstoffsanierung nach Regelwerk, danach Entkernung oder Abbruch durch dasselbe Team. Ein Ansprechpartner, eine Baustelleneinrichtung, keine Wartezeit zwischen zwei Firmen — und keine Diskussion darüber, wer für welchen Bauteilzustand verantwortlich war.

Objekt schildern, Rückmeldung innerhalb 24 h

Kostenloses Aufmaß vor Ort in Berlin und Umland. Wenn ein Schadstoffgutachten vorliegt, gerne mitschicken.

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